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Ratgeber vom Kinderarzt:

Anatomie, Fußwachstum, Besonderheiten beim Schuhkauf



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W I E V I E L   W Ä C H S T   E I N   G E S U N D E R   F U ß ? 

Bei der Geburt ist der Fuß im Schnitt ca. 7,5 cm lang und erreicht am Ende seiner Entwicklung etwa 25-26 cm, das heißt, er verdreifacht seine ursprüngliche Größe. In den ersten Lebensmonaten ist der Fuß nur teilweise verknöchert. Er ist demnach allen möglichen Belastungen, z. B. der Schlafposition des Kindes, ausgeliefert. Kinder sollten deshalb so oft wie möglich barfuss laufen und keinesfalls einengende Schuhe oder Socken tragen. Mit einem Jahr misst der Fuß ca. 12 cm und befindet sich in der maximalen Wachstumsphase. In diesem Alter beginnt das Kind normalerweise zu laufen; bis zum fünften Lebensjahr wächst der Fuß durchschnittlich um 0,9 cm pro Jahr. In dieser Wachstumsphase sollte das Kind gut gebaute Schuhe tragen, die den Fuß stützen und ihm Halt geben. Jede Schuhgröße entspricht einem Wachstum von 6,6 mm, d.h. bis das Kind fünf Jahr alt ist, wächst der Fuß um fünf oder sechs Schuhgrößen. Es empfiehlt sich, Kinderfüße wenigstens alle drei Monate messen zu lassen. So sind Sie sicher, dass das Kind keine zu kleinen Schuhe trägt. Ein Schuh passt dann, wenn er zwischen 6 bis 12 mm länger als der Fuß ist. Dies ist notwendig, damit der Fuß genügend Platz hat, um nach vorn gleiten und den Fuß abdrücken zu können. Es soll nochmals darauf hingewiesen werden, dass die richtige Passform von entscheidender Bedeutung für die Bequemlichkeit des Schuhs ist. Ein zu großer Schuh stützt den Fuß nicht richtig, während ein zu kleiner Schuh das Wachstum hemmt.


Wie soll das Wachstum von Beinen und Füßen gefördert werden?

Mütter fragen oft, welche Übungen sie mit ihrem Kind machen können, um die Entwicklung der unteren Gliedmaßen zu fördern. Für ein gesundes Kind ist das natürliche Strampeln bereits eine ausgezeichnete Übung, um die Bewegung der Beine anzuregen. Die Bekleidung sollte nicht zu eng sein, um die Bewegungen der Gliedmassen nicht einzuschränken. Scheinbar seltsame Bewegungen, z. B. wenn das Kind seine Füße zum Mund oder hinter den Kopf bringt, dienen dazu, seine Umwelt zu erkunden und sollten deshalb keinesfalls unterbunden werden.